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Die Beikost

Stillen ist die natürlichste und selbstverständlichste Ernährung und gibt dem Baby den besten Start ins Leben. Es bekommt Nähe, Geborgenheit, Wärme, Ruhe, Urvertrauen und natürlich alle Nährstoffe, die es zum Gedeihen braucht.

Auch wenn nicht oder nicht voll gestillt wird, muss man sich keine Sorgen machen. Das Kind wird auch mit der industriell hergestellten Milchnahrung mehr als gut versorgt. Die Zusammensetzung von Pre ist der Muttermilch am ähnlichsten und enthält Milchzucker (Lactose) als einzigen Zucker.

 

Die Beikost – Wann ist der beste Zeitpunkt?

Am besten startet man mit der Beikost nicht vor dem 5. Lebensmonat (17. Lebenswoche), spätestens jedoch ab dem 7. Lebensmonat (26. Lebenswoche). Ein zu früher Beginn von Beikost kann den Körper des Babys überfordern, ist es zu spät, hat das Baby möglicherweise kein Interesse mehr.

Allerdings der genaue Zeitpunkt bestimmt das Kind. Die Anzeichen hierfür sind:

  • Das Baby kann den Kopf halten und mit Unterstützung aufrecht sitzen.
  • Es beobachtet neugierig die Eltern und Geschwister beim Essen, greift sogar eventuell auf deren Teller und macht Kaubewegungen nach.
  • Das Baby öffnet bereitwillig den Mund und schiebt das angebotene Essen nicht mehr mit der Zunge aus dem Mund.
  • Das Baby steckt sich mittlerweile eigenständig Dinge in den Mund.

 

Die Beikost einführen: so geht’s..

Das Baby sollte nicht satt, aber auch nicht sehr hungrig sein.

Am besten startet man mit dem Ersetzen der Mittagsmahlzeit mit einem Gemüsebrei.

Empfohlen wird eine Gemüseart nach der anderen einzuführen, um die Verträglichkeit zu testen. Bewährt hat sich die milde und leicht süß schmeckende Karotte, der Kürbis oder die Pastinake. Aber auch andere nährstoffreiche Gemüsesorten wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi oder Fenchel sind gut geeignet. Das heißt von Woche zu Woche kommt eine Gemüseart hinzu.

als kleines Beispiel:

Woche 1: Pastinake

Woche 2: Pastinake-Karotte

Woche 3: Pastinake-Karotte-Kürbis

Woche 4: Pastinake-Kartoffel-Kürbis

Woche 5: Karotte-Kartoffel-Fleisch

usw.

Unten habe ich euch zwei gute Beispiele als Grafik eingefügt an die ich mich halte und inspiriere.

Die erste Grafik zeigt im groben ganz gut wann mit was begonnen werden kann und die zweite Grafik ist noch einmal sehr viel detaillierter.

Quelle: Gesund in Leben – Netzwerk junge Familie

Quelle: Hipp – Ernährungsplan

 

Früchte als Nachtisch 

Mittlerweile bekommt unsere Kleine als Nachtisch ein Apfel-Bananen Brei nach ihrem Gemüse-Kartoffel-Brei. Fleisch und Fisch werden wir nun als nächstes bei ihr nach dem Urlaub einführen.

Gute-Nacht-Brei 

Seit gut einer Woche bekommt unsere Maus einen Getreide-Brei vor dem Schlafen gehen. Sie isst mittlerweile 50g Brei am Abend und bekommt dann noch am/im Bett eine Flasche zum einschlafen.

Was ich euch auf den Weg geben kann ist auf das Kind zu hören. Euer Baby wird euch zeigen wann es bereit ist Brei nun zu essen, aber auch wenn es ihm nicht schmeckt und ihr eventuell noch ein wenig warten solltet. Lasst euch Zeit, macht euch kein Stress, hört auf euer Kind!

Bauchweh oder Blähungen nach der Beikost?

Für den Körper Deines Babys ist alles neu. Zuerst musste sich der kleine Bauch an die Milch gewöhnen und nun an den Brei. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass Beikost auch mal für Bauchweh sorgt.

Manchmal macht die Beikost Bauchweh

Die häufigsten Probleme bei der Beikosteinführung sind Verstopfung und Blähungen. Der Bauch muss sich erst an die feste Nahrung gewöhnen, immerhin kannte der Darm bis dahin ausschließlich die Milch.

Babys haben nun in der Regel seltener Stuhlgang und müssen sich dabei auch schon mal etwas mehr anstrengen. Solange Dein Kleines dabei aber keine Schmerzen hat und weint, brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Normalerweise reguliert sich der Stuhlgang, wenn sich die Verdauung an die neue Nahrung gewöhnt hat. Bis dahin kannst Du etwas nachhelfen mit dem üblichen Dingen bei Bauchweh oder Blähungen.

 

Mein Erfahrungsbericht mit der Beikost

Wir haben bisher wirklich gute Erfahrung mit unserer Kleinen gemacht. Wir haben circa 2 Wochen vor dem fünften Lebensmonat mit Karotte begonnen. Sie hat es aber da ehrlich gesagt nicht wirklich angenommen, also haben wir eine Woche gewartet und dann mit Pastinake begonnen. Pastinake ist geschmacklich milder wie Karotte und höchstwahrscheinlich hat sie es deshalb besser angenommen. Wir befinden uns derzeit in der 6. Beikost Woche und haben alle zwei Wochen eine neue Gemüsesorte hinzugefügt. Derzeit isst sie Pastinake-Karotte-Kürbis und ab nächster Woche also der 7. Beikost Woche bekommt sie Kartoffel und Fleisch hinzu. Den Nachtisch-Brei also Apfel-Banane, haben wir erst in der 5. Woche hinzugefügt. Bisher isst sie den Brei wirklich gut, aber verzieht ihr Gesicht noch ein wenig dabei.

Den Gute-Nacht-Brei haben wir ehrlich gesagt ganz spontan nach Absprache mit der Hebamme eingeführt. Und nein Babys schlafen trotz Brei am Abend nicht besser. Schlafen hängt vom Reifeprozess des Gehirns ab, der bei jedem Baby anders verläuft, und nicht von der Essmenge.

Unser Brei am Abend besteht aus Vollmilch, Wasser und Schmelzflocken oder Grieß. Man kann aber auch noch ein wenig Obst Püree dazu machen, damit es ein wenig süßer ist.

Wichtig ist hier auch wirklich Baby Löffel, die weich sind zu nutzen und vor allem Lätzchen. Das erleichtert einiges und beugt vor der großen Sauerei vor.

 

Falls ihr weitere Fragen habt stellt sie mir gerne in den Kommentaren und ich werde drauf eingehen.

 

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick verschaffen!

 

Bis bald, eure Mali

 

 

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